Die Druckmessung in aggressiven Gasen wie Chlor, Ammoniak oder Wasserstoff stellt höchste Anforderungen an die Materialbeständigkeit und Langlebigkeit der eingesetzten Sensorik. DDM Sensors liefert für diese Anforderungen applikationsspezifische Druckmesstechnik und zielgerichtete Lösungen.
Unsere Drucksensoren für aggressive Gase im Detail
Unser Portfolio umfasst eine Reihe von Drucksensoren, die speziell für den Einsatz in aggressiven Gasen konzipiert sind.
Modell PX25H: Der robuste Allrounder für die Prozessindustrie
Das Modell PX25H ist ein robuster Allrounder für die Prozessindustrie, dessen medienberührte Teile aus den Werkstoffen 1.4404 und 1.4435 (316L) gefertigt und in einer vollverschweißten, dichtungsfreien Konstruktion verbaut sind. Es deckt Messbereiche von 0-100 mbar bis 0-150 bar ab und zeichnet sich durch eine hohe Genauigkeit von bis zu ±0,02% v.MB, exzellente Langzeitstabilität und einen breiten Anwendungsbereich aus.
exkl. 19 % MwSt. zzgl. Versandkosten
Ø: 25 mm
Relativdruck: 100 mbar bis 150 bar (beliebige Zwischenbereiche; bidirektional)
Absolutdruck: 250 mbar bis 150 bar (beliebige Zwischenbereiche)
Ausgang: 4 bis 20 mA
Komp. Temperaturbereich: -20°C bis +80°C
Druckanschlüsse: G1/4″ innen, G1/4″ aussen nach DIN 3852 T11
Datenblatt: pdf | 281 KB
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Modell PV22H2: Der Spezialist für Wasserstoffanwendungen
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Ø: 22 mm
Relativdruck: 0 bis 4 bar (andere Messbereiche auf Anfrage)
Absolutdruck: 0 bis 5 bar (andere Messbereiche auf Anfrage)
Ausgang: 0 bis 5 V oder 1 bis 6 V (andere auf Anfrage)
Komp. Temperaturbereich: -40°C bis +125°C
Druckanschlüsse: M10x1; M14x1,5; 7/16 – 20UNF; G1/4
Datenblatt: pdf | 183 KB
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Für Wasserstoffanwendungen wurde der Wasserstoff-Drucksensor PV22H2 entwickelt, dessen medienberührte Teile aus 316L mit nachgewiesener Wasserstoffeignung bestehen. Dieses ebenfalls vollverschweißte und dichtungsfreie Modell ist für einen Temperaturbereich von -40 °C bis +125 °C ausgelegt und eignet sich mit seiner hohen Temperaturbeständigkeit und kompakten Bauform ideal für Brennstoffzellen und H2-Systeme.
Modell PV2722: Präzise Differenzdruckmessung in Gasen
Zur präzisen Differenzdruckmessung dient das Modell PV2722, das Messbereiche von 0-100 mbar bis 0-3,5 bar Differenzdruck abdeckt. Mit medienberührten Teilen aus 1.4404 und 1.4435 (316L) und einer vollverschweißten Bauweise ist es die ideale Lösung für die Filterüberwachung oder Durchflussmessung in Systemen mit aggressiven Gasen.
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Ø: 27 mm
Messbereich: 100 mbar bis 3,5 bar (beliebige Zwischenbereiche; bidirektional)
Ausgang: 0 bis 10 V oder 1 bis 6 V
Komp. Temperaturbereich: -20 bis 80°C
Druckanschluss: M10x1
Datenblatt: pdf | 360 KB
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Technische Spezifikationen im Überblick
Die nachfolgende Tabelle fasst die wichtigsten technischen Merkmale der vorgestellten Drucksensor-Modelle zur besseren Vergleichbarkeit zusammen.
| Merkmal | Modell PX25H | Modell PV22H2 | Modell PV2722 |
| Anwendungsfokus | Prozessindustrie | Wasserstoffanwendungen | Differenzdruckmessung |
| Werkstoff (medienberührt) | 1.4404 (316L) | 1.4404 (316L) | 1.4404 (316L) |
| Konstruktion | Vollverschweißt, dichtungsfrei | Vollverschweißt, dichtungsfrei | Vollverschweißt, dichtungsfrei |
| Messart | Relativ-, Absolutdruck | Relativ-, Absolutdruck | Differenzdruck |
| Messbereich | 0-100 mbar bis 0-150 bar | 0 bar bis 5 bar | 0-100 mbar bis 0-3,5 bar |
| Genauigkeit | ±0,1% v. MB Bis zu ±0,02% v. MB | ±0,25% v. MB über Temperaturbereich von -40 bis 125°C | ±0,5% v. MB bis zu ±0,1% v. MB |
| Besonderheit | Breiter Anwendungsbereich | Für Brennstoffzellen & H2-Systeme | Filterüberwachung, Durchflussmessung |
Mit welchen aggressiven Gasen sind die medienberührenden Teile der Drucksensoren kompatibel?
Die Sensoren sind für eine Vielzahl von aggressiven Gasen ausgelegt, deren Kompatibilität sich aus der hohen Beständigkeit der verwendeten Werkstoffen 1.4404 und 1.4435 ergibt. Hierzu zählen unter anderem Medien wie
- Chlor
- Ammoniak
- Schwefeldioxid
- Wasserstoffchlorid
- Wasserstoff
Anwendungsgebiete für Drucksensoren mit aggressiven Gasen
Die spezialisierten Drucksensoren kommen in einer Vielzahl anspruchsvoller Bereiche zum Einsatz. Zu den primären Anwendungsgebieten zählen Wasserstoff-Anwendungen, wie sie in der Brennstoffzellentechnologie oder in H2-Infrastrukturen zu finden sind. Darüber hinaus sind sie in der chemischen Industrie weit verbreitet, beispielsweise in der Mikroreaktions-Technik oder in Apparaturen zur Gas-Chromatographie.
Konstruktion und Materialauswahl für aggressive Gase
Als bewährte Basis für eine breite Palette aggressiver Gase setzt DDM standardmäßig auf den Edelstahl 1.4404 und 1.4435 (316L). Für maximale Medientrennung sorgt eine konsequent dichtungsfreie und vollverschweißte Konstruktion, bei der alle medienberührten Teile hermetisch dicht miteinander verschweißt sind. Der Nachweis der Dichtheit jedes einzelnen Sensors erfolgt durch einen 100 % Helium-Lecktest im Fertigungsprozess. Für besonders korrosive Gase und extreme Anforderungen sind auf Anfrage auch Sonderwerkstoffe wie spezielle Legierungen (z.B. Hastelloy) oder Titan verfügbar.
Qualität und Zuverlässigkeit für Ihre Anwendung
Der technologische Kern der DDM-Sensoren ist eine analoge Signalverarbeitung. Diese bietet im Vergleich zu rein digitalen Lösungen entscheidende Vorteile wie
- höchste Auflösung
- exzellente Genauigkeit
- hervorragende Langzeitstabilität
Zur rechtlichen Absicherung und für eine lückenlose Dokumentation sind auf Anfrage Materialzeugnisse nach EN 10204 3.1 für alle medienberührten Teile lieferbar.
Diese gewährleisten die vollständige Rückverfolgbarkeit und bestätigen die exakte chemische Zusammensetzung des verwendeten Werkstoffs. Um eine 100 % geprüfte Qualität sicherzustellen, durchläuft jeder einzelne Sensor im Herstellungsprozess eine aktive Temperaturkompensation sowie eine finale Endkalibrierung. Dieser Prozess stellt die spezifizierte Genauigkeit über den gesamten Betriebstemperaturbereich hinweg sicher.
Maßgeschneiderte Drucksensoren für aggressive Gase
Als Partner für die Konzeption und Fertigung kundenspezifischer Drucksensoren entwickeln wir Lösungen, die genau für Ihre Anwendung zugeschnitten sind. Die Anpassungsmöglichkeiten sind vielfältig und umfassen die Verwendung spezieller Werkstoffe wie Titan für höchste chemische Beständigkeit sowie die Realisierung von kundenspezifischen Messbereichen und elektrischen Ausgangssignalen, beispielsweise 4-20mA, 0-10V oder ratiometrische Signale. Darüber hinaus können mechanische Prozessanschlüsse adaptiert und die Gehäuse-Bauform modifiziert werden, um eine Miniaturisierung für besonders enge Einbauräume zu ermöglichen.
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Unsere Experten stehen Ihnen zur Verfügung, um Ihre spezifischen Anforderungen detailliert zu besprechen und den optimalen Sensor für Sie zu konfigurieren.
